Der Feind zu Besuch

Ein halbes Jahr nach ihrem gesellschaftlichen Debüt, welches ohne Zweifel polarisiert hatte, wollte Blake O’Neill ein zweites Mal einladen. Dieses Mal wollte sie sich dem Umstand zu nutzen machen, dass der Vogt verschwunden war. Die Bürger und Gäste der Domäne sollten sich zusammenfinden, um das weitere Vorgehen gegen den Feind zu planen. Vor ihrem Abend jedoch erreichte Blake und die Gesellschaft jedoch noch ein offener Brief aus dem Fürstenhaushalt. Die Geißel Blake hatte zuvor den Fürsten adressiert, um den Platz des verschwunden Ventrue und Vogtes Kris Fenrir Wolf einzunehmen. Der Fürst wiederum beauftragte in einem öffentlichen Brief die Gesellschaft, Blakes Betragen zu prüfen und ihm auf seiner nächsten Einladung Abbitte über ihr Verhalten zu leisten.

Der Abend war gekommen und mit ihm eine weitere Überraschung. Unter diplomatischen Schutz erschien ein Verborgener. Fritzchen, so wie er sich vorstellte, wollte mit den Hamburgern reden. Diverse Taten im vergangenen Monat hatten dazu geführt, dass die gesamte Kanalisation in der Speicherstadt und HafenCity von Polizisten durchsucht wurden. Um diesen Unruhen ein Ende zu bereiten, hatte man Fritzchen an die Oberfläche geschickt. Er warnte die Hamburger Gesellschaft, sich weiter in die Pfründe der Verborgenen zu begeben. Blake wollte Informationen haben. Informationen, die sie sich teuer erkaufte. Sie verschuldete gar ihren ganzen Hamburger Clan, um Wissen über die eigentlichen Feinde zu erlangen. Es stellte sich heraus, dass nur eine Splittergruppe der Verborgenen Krieg gegen die Hamburger Oberfläche führte. Oder war das nur ein geschickter Schachzug der Verwirrung? Niemand wusste so recht etwas mit Fritzchen anzufangen. Aber der Schmerz und die Scham darüber, dass man möglicherweise von nur drei Verborgenen an der Nase herumgeführt wird, sitzt in der Gesellschaft tief.

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