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	<title>Verständnis | Urbs Jovis</title>
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	<description>Vampire Live Rollenspiel in Hamburg und Umgebung</description>
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		<title>Downtimes – Eine Hassliebe</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jan 2018 09:20:09 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder, der mehr als nur sechs bis acht Stunden im Monat auf das Hobby verwendet, wird irgendwann mal an den Punkt gekommen sein, die Geschehnisse zwischen zwei Abenden mit einer Downtime zu füllen. Oder aber, man findet so viel Spaß am Spiel, dass <a href="/termine" title="Unsere Spieltermine" rel="follow">die Treffen einmal im Monat</a> einfach nicht reichen. Warum auch nicht? Downtimes, ob geschrieben oder ausgespielt, bringen Spaß, erzeugen fortlaufendes Spiel und verkürzen die Zeit zwischen zwei Session. Es ist eine gute Möglichkeit den Charakter organischer zu spielen und zu erleben. Ferner kann man Dinge ausspielen, die aufgrund von Einschränkungen im Live nicht weiter darstellbar sind. Oder, wie so häufig unter Vampiren, man will Privates besprechen, was die eigenen vier Wände nicht verlassen soll. Es gibt viele Gründe, die für eine Downtime sprechen. Ich selbst liebe sie auch. Downtimes nehme ich als hervorragende Möglichkeit wahr, persönliches Charakterspiel zu betreiben, aus dem ich viel ziehe und um Allianzen zu schmieden. Auch sind Downtimes eine tolle Möglichkeit andere Charaktere besser kennenzulernen und Verknüpfungen zu vertiefen.</p>
<p>Aber als SL habe ich gelernt, sie auch ein wenig zu verteufeln. Oder besser ausgedrückt: Sie kritisch zu beäugen.</p>
<p>Warum? Nun, eines erst einmal vorweg: Ich schätze es, wenn sich alle am Plot beteiligen, etwas vorantreiben wollen und ihren Charakter dadurch verfestigen. Aber manche Inhalte von Downtimes wären eher etwas für einen Domänenabend.</p>
<p>Ein Spielabend lebt davon, dass sich die Domänenmitglieder treffen und austauschen können. Es werden aktuelle Geschehnisse, ob politisch oder gesellschaftlich, diskutiert. Man trifft auf Bündnispartner, die einen gerade unterstützen und gibt sich selbst der Suggestion hin, dass nicht die isolierte, vereinsamte Bestie die vollkommene Kontrolle übernimmt. Der menschliche Trieb, Teil einer sozialen Gruppe zu sein, sollte in jedem vampirischen Wesen noch vorherrschen und so zieht es ihn zwangsläufig auf eine gesellschaftliche Einladung. Schließlich liegt es immer noch in seinem Naturell, informiert zu sein, ja noch darüber hinaus, etwas selbst mitzuerleben. Denn Erzählungen wiegen nicht die Chance auf, etwas selbst aktiv mitzubekommen. Außerdem ist es einfach <em>sicherer</em> seine Bündnispartner, ich rede hier ganz klar nicht von „Freunden“, vor allen Augen zu treffen. Denn, Raubtiere werden sich zwangsläufig irgendwann eliminieren, auch wenn sie noch für den Moment zusammenarbeiten. Viel zu hoch wäre die Gefahr, einfach sang- und klanglos von gerade noch Verbündeten verraten und entsorgt zu werden. Nun werden einige Leser protestieren, dass Vampire doch alles höchst geheim machen. Das ist richtig. Aber unter der Maxime, dass wir füreinander und miteinander spielen, muss man sich auch fragen, welchen Impact es noch hat, wenn ich meine Downtime mit einem weiteren Spieler im <a href="//forum.urbs-jovis.de/" rel="nofollow" title="Unser Forum" target="_blank">Forum</a> oder heimischen Wohnzimmer spiele. Wer hat da die Chance, es aktiv mitzubekommen? Außer der SL, die auf die Texte zugreifen kann, partizipiert und profitiert niemand am und vom Spiel. Und so wird dem Mitspieler aktiv weggenommen, was explosiv werden könnte. Ein Impuls verschwindet im schlimmsten Fall im Nichts. Im besten Falle bekommen die anderen nur Auswirkungen davon mit.</p>
<p>Wie aber nun das Problem der Geheimniskrämerei umgehen? Jede Örtlichkeit wird Rückzugsorte haben: das Treppenhaus, die kleine Nische, das abseitsstehende Sitzmöbel… Wenn man sich einmal konkret auf einer Session nach solchen Orten umsieht, wird man schnell fündig werden. Das eröffnet dem Geheimniskrämer zum einen, sich zurückzuziehen aber zum anderen offeriert es Dritten, all die schmutzigen Geheimnisse herauszufinden. Et voila: Das Spielangebot ist da! Und seien wir ehrlich. Wir alle schreiben doch fleißig schmutzige Geheimnisse und Leichen in den Kellern in die Hintergrundgeschichte, damit sie herausgefunden werden. Das macht angreifbar und dieser Angriff erzeugt tolles Spiel. Es entsteht eine Wechselwirkung aus Aktion und Reaktion. Aus Angriff, Rache und Gegenrevenge. Und das bringt die Tiefe ins Spiel; diese eine Ebene, die abseits von Politik und Etikette gesucht und erwünscht ist.</p>
<p>Was also sollte und kann guten Gewissens in einer Downtime gespielt werden? Persönliche und emotionale Momente! Der intime Rahmen schafft die perfekte Atmosphäre tief psychisches Spiel zu bekommen. Das Private eröffnet die Möglichkeit, die Figur eines Mitspielers auf Ebenen kennenzulernen, die er zurecht nicht auf Abenden präsentiert. Das Erleben wird plastischer. Das Zusammenspiel intensiver, es entwickeln sich ganz neue Mechaniken und das Verständnis für eine andere Figur, die man sonst nur im Kontext von gesellschaftlichen Auftritten erlebt, nimmt zu und wird im besten Falle noch tiefer.</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2018/01/downtimes-eine-hassliebe/">Downtimes – Eine Hassliebe</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>OT-Treffen Dezember 2017</title>
		<link>https://urbs-jovis.de/2017/12/ot-treffen-dezember-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[julianb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Dec 2017 17:48:30 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Statt einer Session trafen wir uns im Dezember zu unserem traditionellen Jahresabschlusstreffen.</p>
<p>Diese Treffen sind eine Institution, auf welche sich <a href="https://urbs-jovis.de/ueber-uns/" title="Was ist Urbs Jovis?" target="_self" rel="follow">Urbs Jovis</a> bereits in der Gründungsphase, unter anderem durch einen entsprechenden Passus in unserer <a href="https://urbs-jovis.de/vampiquette/" title="Was ist die Vampiquette?" target="_self" rel="follow">Vampiquette</a>, verpflichtet hat. Auf diesen Treffen geht es nicht darum, das Spiel IT voranzutreiben, sondern viel mehr sich einmal zurückzulehnen und gemeinsam ein gesamtes Spieljahr zu reflektieren. Wir besprechen unsere gemeinsamen Highlights und betrachten ebenso kritikwürdige Punkte. Urbs Jovis strebt neben gutem Rollenspiel auch stets nach neuem und besserem Vampire Live und mittels dieser Treffen stellen wir sicher, dass jeder in unserer Runde Gehör findet. Sie ist eine Plattform zum gemeinsamen Brainstormen und fundamentaler Baustein unseres demokratischen Ansatzes.</p>
<p>Nach einer ersten Feedbackrunde, in welcher jeder Mitspieler über seine Höhepunkte und etwaige Verbesserungen und Wünsche referieren konnte, gab die Spielleitung ihr detailliertes Feedback zum vergangenen Jahr. Einstimmiger Konsens: Urbs Jovis ist eine großartige Runde mit unheimlich viel Potenzial, aber auch etwas vom Weg abgekommen und braucht daher einen kleinen Schlenker zurück auf den Weg des klassischen Vampire Lives.</p>
<p>Als interaktives Element und um den Gedanken des gemeinsamen Konstruierens und der gemeinsamen Entscheidungsgewalt in unserer Runde zu unterstreichen, gab es in diesem Jahr zum ersten Mal Gruppenaufgaben. So besprachen wir zuerst in gesamter Runde wie wir unsere Kommunikation und Aktivität auf und vor allem abseits unserer Spielabende verbessern können. Die darauffolgende Diskussion war unheimlich fruchtbar und wird mit großer Sicherheit in <a href="https://urbs-jovis.de/termine" title="Spieltermine 2018" target="_self" rel="follow">2018</a> Früchte tragen.</p>
<p>Anschließend ging es in drei kleineren Gruppen darum, die Kernelemente unseres Spiels zu analysieren und Verbesserungen zu erarbeiten. Jede Gruppe erhielt ein grobes Oberthema in welchem sich mit Kreativität und Schaffensgeist ausgetobt werden konnte. Die Oberthemen waren Sessions, Charaktere und unsere <a href="https://urbs-jovis.de/timeline/" title="Unsere Timeline" target="_self" rel="follow">Spielwelt</a>. Nach nur dreißig Minuten intensiven Diskutierens und Brainstormens wurde das Feedback vorgetragen und direkt im Anschluss mit der gesamten Runde diskutiert.</p>
<p>Es war ein arbeitsames OT-Treffen, aber auch das bisher fruchtbarste und konstruktivste. Ein jeder ging mit dem guten Gefühl aus dem offiziellen Teil des Abends, seinen Beitrag geleistet und einen Teil der Runde selbst mitgestaltet zu haben. Und darum geht es ja auch bei uns: Füreinander, miteinander. Wir spielen in einer Gemeinschaft und genauso formen wir diese Gemeinschaft zusammen. Ein jeder trägt seinen Teil dazu bei und jede Stimme wird gehört. Dieses Treffen war geprägt von einer positiven Aufbruchsstimmung, von gegenseitigem Respekt und Spaß am Hobby.</p>
<p>Anschließend saßen wir noch etliche Stunden beim gemeinsamen Absacker zusammen, klönten und genossen es uns mal nicht IT zu zerfleischen, sondern OT lieb zu haben ;-)</p>
<p>Wir freuen uns schon riesig auf unser nächstes Treffen und sagen Danke für so viel großartige Mitarbeit!</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2017/12/ot-treffen-dezember-2017/">OT-Treffen Dezember 2017</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Verantwortung als Spieler</title>
		<link>https://urbs-jovis.de/2017/11/die-verantwortung-als-spieler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[julianb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2017 13:47:15 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerade in kleinen Runden gilt die Regel, dass jeder Spieler nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle anderen Mitspieler agiert. Daher gilt bei Urbs Jovis die Regel „Miteinander, füreinander“ – doch was genau bedeutet das eigentlich für mich?</strong></p>
<p>Vampire Live folgt in der Regel einem simplen Aufbau. Wir spielen weniger plotgetrieben und viel mehr frei, es geht um Politik und Intrigen, Machtspiele und den inneren Verfall. Vampire Live ist ein proaktives Spiel, welches von jedem Mitspieler ein hohes Maß an Schauspiel, aber auch emotionalem Expressionismus erfordert. Ein Domänenabend zum Beispiel ist ein Aufeinandertreffen starker Persönlichkeiten auf engem Raum – das muss knallen! Vampire sind Raubtiere, sie beißen und kratzen und unterwerfen sich nur den absolut stärkeren – und selbst denen versuchen sie noch eine Falle zu stellen um sie irgendwann zu Fall zu bringen.</p>
<p>Als Spieler bist Du direkt für diese Welt verantwortlich. Kein Plot, kein Abendkonzept und keine Spielleitung der Welt kann Dir Deinen Part in diesem Stück abnehmen oder leichter gestalten. Du musst Leistung liefern. Du musst dafür sorgen, dass diese Welt das wird was Du dir vorstellst – was Dein Charakter sich vorstellt. Und Du musst dabei stets im Hinterkopf haben was wir hier spielen. Wir spielen Vampire: The Masquerade – ein Spiel in dem es um das blanke Überleben von höchst unmenschlichen Monstern in einer Welt voller Fallen und Verlockungen geht. Vampire Live ist kein Ponyhof – es sei denn Du machst es dazu.</p>
<p>Jeder Vampir in dieser Welt hat Ziele – höchst egoistische natürlich. Sie wollen Macht, sie wollen Einfluss, sie wollen überleben. Diese Ziele kann man OT als Spieler auf die eine oder auf die andere Art und Weise erlangen. Aber meist ist die eine Variante die korrekte, von der alle Spieler profitieren und nicht nur man selbst. Mal zwei etwas überzogene Beispiele:</p>
<p>Bill Brujah möchte unbedingt das Amt als Ancilla einnehmen. Er möchte, dass die Alten ihn sehen, ihn wahrnehmen und ihm Macht verleihen. Denn Bill möchte Macht, er möchte endlich in der Nahrungspyramide aufsteigen. Und Bills Plan an die Macht zu gelangen ist höchst diabolisch.</p>
<p><strong>Szenario 1:</strong> Bill sitzt die Sache aus! Jeden Domänenabend hält er sich im Hintergrund – er fällt nicht auf, er hält sich aus Sachen raus. Er sucht keinen Streit, er greift niemanden an. Er bringt sich nicht in den Vordergrund, er ist einfach quasi nicht existent. Brillant Bill! Irgendwann werden schon alle anderen von der Bildfläche verschwinden, irgendwann bist du der letzte der auf die Abende kommt und dann wird schon irgendein Ahn sich erweichen lassen und dich zum Ancilla machen! Monstermäßiger Plan!</p>
<p><strong>Szenario 2:</strong> Bill sorgt dafür, dass die Alten ihn sehen. Er steht auf und vertritt seine Meinung. Er argumentiert, kämpft für seine Sache. Er führt und leitet, er berät und er zeigt Initiative. Bill zeichnet sich als Anführer ab und er lässt es nicht zu, dass einer seinen Status untergräbt. Die Alten beobachten sein Treiben interessiert und auch wenn sie es ihm nicht direkt zeigen, er fällt positiv auf. Einen Kämpfer holt man sich lieber in die eigenen Reihen als ihn zu verlieren oder später gar gegen sich zu haben.</p>
<p>Oh Wunder, oh Wunder, natürlich ist Szenario 2 der Gewinner. Und zwar in mehreren Hinsichten! Denn einerseits ist es logisch – natürlich muss man auffallen um bei den Alten gesehen zu werden und zum anderen bringt es Spiel für ALLE anderen im Raum. Die Mitspieler von Bills Darsteller können sich an dem Charakter aufreiben, sie können versuchen ihn zu Fall zu bringen, sie können seinen Plan unterstützen um damit selbst aufzusteigen und so weiter und so fort. </p>
<p>Oft sieht man dennoch das Szenario 1. Es ist das sichere Szenario. Man wagt nicht zu viel, der Charakter wird nicht angegriffen, er präsentiert sich nicht im Mittelpunkt und es braucht auch kein schauspielerisches Talent. Leider ist Szenario 1 auch jenes welches zum meisten Frust auf allen Seiten führt. Es frustriert die Mitspieler, denn der Spieler von Szenario 1 ist vielmehr ein Statist im Hintergrund als wirklich ein Mehrwert für das eigene Spiel und das Spiel der Runde. Es frustriert die Spielleitung, denn jene versucht natürlich stets ein episches Drama sondergleichen zu inszenieren und Plot um gerade jene Charaktere zu schreiben die der Sache dienlich sind – doch wo niemand ist, dann kann auch niemand solch eine Story mittragen. Und zu guter Letzt frustriert es den Spieler selbst. Natürlich, denn man möchte ja gesehen und IT ernst genommen werden – aber, wenn man so gar nichts dafür tut, dann muss man sich auch nicht wundern, dass nichts zurückkommt. </p>
<p>Und schon gar nicht darfst Du erwarten, dass andere Spieler oder die Spielleitung schon dafür sorgt, dass du Spiel hast oder Deine Ziele erreichst. Das wird nicht passieren. Du bist Deines eigenen Glückes Schmied. Du musst deine Schachzüge machen, Du musst Ideen haben und diese umsetzen und Du musst aufstehen und mit Aktionen glänzen damit etwas passiert an dem Du Spaß hast. Rumsitzen, hoffen und eine falsche Erwartungshaltung bringen Dich nicht voran. Du spielst ja auch kein Mensch-Ärger-Dich-Nicht und erwartest dabei, dass die anderen Spieler deine Figuren nach vorne schieben, für Dich würfeln und dafür sorgen, dass Du am Ende auch noch gewinnst. Oder etwa doch?</p>
<p>Es liegt also ganz einfach an Dir! </p>
<p>Mach etwas im Spiel, aber mach es bitte nicht nur für Dich selbst. Wage mal was, riskiere etwas. Dein Charakter wird nicht sofort draufgehen nur, weil er mal ein Risiko eingeht oder auf die Nase fällt. Ganz im Gegenteil – nur wer wagt, der gewinnt. Auffallen, proaktiv spielen, und vor allem anderen immer daran denken unter welchem Leitsatz wir alle unser Hobby betreiben: Füreinander, miteinander.</p>
<p>Ein Hobby ist etwas, dass wir alle in unserer Freizeit, freiwillig und aus Spaß an der Sache betreiben. Vampire Live nimmt vielleicht 6-10 Stunden pro Monat von Deiner Zeit in Anspruch – gerade genug um etwas Tolles zu reißen und wenig genug, dass es Dir keine Zeit für die anderen wichtigen Dinge im Leben wegnimmt. In diesen 6-10 Stunden, denke bitte immer daran, dass dieses Hobby nur funktioniert, wenn Du die Dinge die Du tust im Sinne des gesamten Rundenspiels machst – nicht nur für Dich und Deinen Charakter selbst.</p>
<p>Vampire mit Freunden, füreinander und miteinander. Ein so kurzer und einfacher Leitsatz, der doch so vieles bedeutet und die beste Anleitung zu wunderbarem, gemeinen Vampire Live darstellt.</p>
<p>&#8211; Jules</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2017/11/die-verantwortung-als-spieler/">Die Verantwortung als Spieler</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Von Kunst und Exzess</title>
		<link>https://urbs-jovis.de/2017/09/von-kunst-und-exzess/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[julianb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Sep 2017 17:57:28 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn eine Rose einlädt, kann man mit einigen Überraschungen rechnen. Wenn eine Rose wie Louis l’Amour einlädt kann man sicher sein, dass einiger dieser Überraschungen die Schamesröte ins Gesicht treiben werden. Und so war es auch bei seinem Debütabend in der Hamburger Gesellschaft. Schon lange ist der Toreador nun Gast in der Stadt und nach vielen Abenden, an denen sich der Posseur nur den Freuden des Gastes hingab, war es im September so weit. Louis lud die Gesellschaft in einen Swingerclub ein, um ihnen sein Kunstverständnis zu offenbaren. Er wollte der Tristesse und Langeweile des Hamburger Hofes ein Ende machen. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass in Kriegszeiten nicht jeder Bürger der Domäne mit Freuden daran teilnahm. Insbesondere wohl auch deswegen nicht, weil Louis von seinem Recht als Gastgeber Gebrauch machte und besondere Regeln, wie das Tragen von Masken, aufstellte. Nach einer brennenden Rede, dass ein jeder an diesem Abend Leinwand und Künstler zugleich sei, übergab er den Gästen eigens gepackte goodie bags. Der Inhalt jener Tüten sorgte schon für Verwirrung. Louis hatte „um die Stimmung zu lockern“ Sexspielzeug und Kondome en masse verschenkt. Man sah dem Toreador deutlich an, wie sehr er diese Grenzüberschreitungen und Tabubrüche genoss. Unaufhaltsam überschlugen sich dann die Ereignisse. Die Gäste schufen unter Louis kritischem Blick Kunst, wie sadistische Raubtiere eben Kunst schaffen. Und so kam Carlos Oswald, gerade erst wieder freigesprochener Brujah, eine besondere Rolle in einem abstruses Stück zuteil. Roxane la Blanche inszenierte in drei Akten den tragischen Fall und Aufstieg eines Romanhelden. Mit Demütigungen, Fall und der Wiederauferstehung aus der Asche. Auch die anderen Gäste ließen sich nicht lumpen, waren aktiv und entsprachen den Wünschen des Gastgebers. Eine weitere Darbietung lieferten der Ventrue James Harrison Fitzroy und die Rose Gaspar über die Freiheit, die das Vergessen einem schenkten konnte. Der Saulusier selbst wählte für sich die Opferrolle und zeigte an einem Stück, welche Freiheiten er genoss, wenn er nicht immer wieder an einen tragischen Vorfall erinnert wurde. Diese Freiheit wurde ihm prompt wieder genommen und für ihn brauch eine Welt zusammen. </p>
<p>Fast schien es so, als wollten sich die Gäste an diesem Abend an Ausgelassenheit übertreffen. Und so blickte die Schar auf ein ganz eigenes Spiel zwischen der Tremere Dr. Almuth Lieblich, der Gangrel Blake o‘ Neill und dem Hahn im Korb. Kris Wolf. Wie sich die Gesellschaft nach diesem feucht-fröhlichen Abend entwickeln wird, vermag keiner zu sagen. Es scheint, als hätten sie für einen Abend komplett den Bezug zur Realität verloren und darüber hinaus vergessen, dass Krieg in Hamburg herrscht.</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2017/09/von-kunst-und-exzess/">Von Kunst und Exzess</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Hofhaltung zu Hamburg</title>
		<link>https://urbs-jovis.de/2017/07/die-hofhaltung-zu-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[julianb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jul 2017 10:53:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es erging die Einladung an ausgewählte Gäste der Hansestadt dabei zu sein, wenn der Hamburger Fürst und Ahn des Clans der Gelehrten Sayid ibn Abadin ibn Palamedes ibn Troilus nun nach mehr als einem Jahr&#8230;</p>
<p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2017/07/die-hofhaltung-zu-hamburg/">Die Hofhaltung zu Hamburg</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es erging die Einladung an ausgewählte Gäste der Hansestadt dabei zu sein, wenn der Hamburger <a href="https://urbs-jovis.de/who-is-who/" title="Who is who?" rel="follow">Fürst und Ahn des Clans der Gelehrten Sayid ibn Abadin ibn Palamedes ibn Troilus</a> nun nach mehr als einem Jahr nach seiner Machtübernahme Hof halten würde.</p>
<p>Die anwesenden Gäste hatten schon vorher kein leichtes Los, mussten sie doch bei der <a href="https://urbs-jovis.de/clane/ventrue/roxane-la-blanche/" title="Charakter: Roxane la Blanche" rel="follow">Amtsharpyie der Domäne Hamburg</a> vorher ihren gesellschaftlichen Wert und Nutzen unter Beweis stellen.</p>
<p>Und so kamen die handerlesenen Glücklichen mit reichlich exquisiten Geschenken zu einem Abend, der ihnen noch alle lange im Gedächtnis bleiben soll.</p>
<p>Der Fürst lud ein zu einem Abend, wie ihn noch kaum jemand erlebt haben dürfte. Statt schnöder Räumlichkeiten präsentierte er seinen Bürgern und Dauergästen ein arabisches Zelt, gehüllt in rot glühendem Licht und überladen mit Kerzen und Kissen, die zum Verweilen einluden. <a href="https://urbs-jovis.de/2017/08/ot-bericht-zur-hofhaltung/" title="OT Bericht zur Hofhaltung mit Bildergalerie" rel="follow" target="_blank">(Zum OT-Bericht mit Bildergalerie)</a></p>
<p>Und nicht nur, dass die Sinne überreizt wurden, überschlugen sich dann auch noch die Ereignisse.</p>
<p>Carlos Oswald, degradiert als Kind, wurde von seinem Ahnherren wieder in den Stand eines Neugeborenen erhoben.</p>
<p>Danach rief der Fürst einen jeden Dauergast der Domäne dazu auf, ihm nun endlich ein Angebot für die Bürgerschaft zu unterbreiten. Und sie kamen alle und zahlten einen hohen, vielleicht überteuerten, Preis und schworen den Eid, der sie auf ewig an diesen Gelehrten und an Hammonia bindet.</p>
<p>Kaum war jeder unter seine Knechtschaft gebracht, ließ der Fürst verlauten, dass es nun endlich an der Zeit sei, den <a href="https://urbs-jovis.de/domaene/" title="Die Domäne" rel="follow">Ämtern der Domäne</a> ein Gesicht zu verleihen. Er machte seinen Bürgern das Angebot, sich abzusprechen, wer ihnen als geeignetsten erscheinen möge. Nun denn: Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selbst! Und so entschieden die Bürger. Doch bevor der Herr der Ländereien die Ämter mir Namen versehen konnte, erbat sich seine Harpyie Zeit für ein Urteil.</p>
<p>Roxane la Blanche sprach ihren Richtspruch über jeden Anwesenden und die schallenden Ohrfeigen sausten danieder auf einen jeden und nur für die wenigsten gab es gute Worte.</p>
<p>Die Worte waren erst gerade verklungen, da sprach der Herr des Abends auch schon sein Urteil für die Ämter:</p>
<p>Kris Wolf, vom <a href="https://urbs-jovis.de/clane/ventrue/" title="Clan Ventrue" rel="follow">Geblüt der Könige</a>, zum Vogt ernannt. Und die <a href="https://urbs-jovis.de/clane/toreador/" title="Clan Toreador" rel="follow">Rose</a> Gaspar D&#8217;Ieteren erhielt die Aufgaben des Hüters der Elysien. In diesem Atemzug wurde sogleich der Boden des Wu Dao zu den heiligen elysialen Feldern geweiht und die St. Immanuel Kirche auf der Veddel zum Atrium ausgerufen.</p>
<p>Scheinbar hatte dieses den Seneschall und Ancilla von Anckelmann in Rage gebracht. Wutentbrannt verließ er die Bühne und er brauchte einige Momente um sich wieder zu fangen, stand er seinem Tier doch in diesem Moment sehr nah.</p>
<p>Aber dieses sollte noch nicht alles sein, was die Anwesenden an diesem Abend erwartete.</p>
<p>Die Domäne bestand nun aus Bürgern, die Ämter waren besetzt und die Urteile waren gesprochen, da erhob sich der Fürst ein weiteres Male und forderte seine Bürger auf, dieses ebenfalls zu tun. Im Zorn verkündete er, dass es einen Angriff auf ihn, auf Hammonia und auf jeden Einzelnen in diesem Raum gab. Die Nosferatu hatten ihm in einem Schreiben den Krieg erklärt, würde er nicht kapitulieren und den Verborgenen die Stadt übergeben. Dabei redete sich der passionierte Gelehrte so sehr in Rage, dass der Zorn auf seine Bestie übersprang und sein Ancilla nur mit Müh und Not den rasenden wieder unter Kontrolle bekam. Welch glückliche Fügung für einen jenen, wären sie doch schneller dem Erdboden gleichgemacht worden, als ihnen lieb gewesen wäre. Niemand will einen Alten erleben, der die Kontrolle über sich verliert. Sie sind statische Formationen aus Stein geschlagen, doch haucht man ihnen ein My der Gefühlsregung ein, beginnen zu wanken und reißen alles mit sich hinfort, was sich ihnen in den Weg stellen mag.</p>
<p>Sie befanden sich nun also im Krieg. Eine Nachricht, mit der niemand an diesem Abend gerechnet hatte. Aber es erklärte so vieles, was in Vergangenheit geschehen war. Das erste Turnier zu Hamburg vom Mai ergab nun schlagartig Sinn. Es hatte nicht zur Unterhaltung der Obrigkeit gedient, nein es war da schon ein Kräftemessen, ohne dass die Teilnehmer davon einen Hauch einer Ahnung gehabt hätten. Welch grausige Erkenntnis!</p>
<p>So lähmte es die Einen und stachelte die anderen umso mehr an. Der Fürst seinerseits lag mit seinem Seneschall und seiner Harpyie nun auf den Kissen und betrachtete die Jungen, wie sie wie aufgescheuchte Hühner umherirrten und versuchten, die Lage zu sondieren.</p>
<p>Und dann zog sich dieses Wesen, welches seinen Gästen an diesem Abend einen ersten Vorgeschmack auf seine Wut gegeben hatte, wieder zurück und ließ seine Bürger in der grauenhaften Gewissheit zurück, dass sich nun ihrer aller Existenz ändern würde….</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2017/07/die-hofhaltung-zu-hamburg/">Die Hofhaltung zu Hamburg</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Man wage sich einmal vorzustellen&#8230;</title>
		<link>https://urbs-jovis.de/2017/04/man-wage-sich-einmal-vorzustellen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[julianb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Apr 2017 09:48:15 +0000</pubDate>
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<p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2017/04/man-wage-sich-einmal-vorzustellen/">Man wage sich einmal vorzustellen…</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Gedankenspielen ist das so eine Sache. Natürlich braucht man sie, um Situationen zu durchdenken, ohne sie wirklich erleben zu müssen – für Diplomaten, Vermittler und viele andere gehört dies schon seit ewigen Zeiten zum normalen Handwerkszeug. Dumm nur, dass Vampire weder zu den großen Diplomaten oder Vermittlern und schon gar nicht zu den von Natur aus rücksichtsvollen Leuten gehören. Und so hatte sich die <a href="https://urbs-jovis.de/clane/tremere/" title="Clan: Tremere" target="_self" rel="follow">Tremere</a> Lieblich eindeutig verkalkuliert, als sie diesen Abend ausrichtete. Eigentlich hatte sie es ja, nüchtern betrachtet, nur gut gemeint, als sie eine hypothetische Ämterverteilung in der <a href="https://urbs-jovis.de/domaene/" title="Die Domäne" target="_self" rel="follow">Domäne Hamburg</a> besprechen wollte, um die Mitglieder der Domäne endlich einmal aus ihrer unterträglichen Passivität zu reißen und sie dazu zu bringen, sich um die Ämter zu bewerben. Sicherlich eigentlich ein guter und notwendiger Schritt, aber da hatte sie die Rechnung ohne die Boshaftigkeit der Gäste und ohne die Tücken eines feudalen Systems gemacht. Denn auch wenn es nur symbolisch ist – kein Fürst kann es gut leiden, wenn andere in seinem Besitz die Ämter verteilen. Die Gäste wussten das und hatten kein großes Bedürfnis, sich an dem Gedankenspiel zu beteiligen, da sie keinen gesteigerten Wert darauf legten, dem Fürsten das hinterher erklären zu müssen. Besonders einem so entspannten und liebreizenden Fürsten. </p>
<p>Und so wurde der Abend bedauerlicherweise etwas statisch. Auf der einen Seite die Gastgeberin, auf der anderen Seite die ungekrönte Anführerin der Gäste, die <a href="https://urbs-jovis.de/clane/ventrue/" title="Clan: Ventrue" target="_self" rel="follow">Ventrue</a> <a href="https://urbs-jovis.de/clane/ventrue/roxane-la-blanche/" title="Roxane La Blanche" target="_self" rel="follow">Roxane la Blanche</a>. Gegen sie und alle ihre Unterstützer anzuargumentieren, fiel der Tremere trotz der Unterstützung durch ihren Clansbruder von Kronstadt sichtlich schwer – sie wollte aber auch keinen Schritt zurück machen, was den Abend noch mehr in einem ewigen Stellungskrieg gefangen hielt. Einziger Gast, der sich nicht groß beteiligte, war der <a href="https://urbs-jovis.de/clane/toreador/" title="Clan: Toreador" target="_self" rel="follow">Toreador</a> Pereira, der an diesem Abend scheinbar in seinem Innern erneut einen Stellungskrieg ganz anderer Art durchlebte. Hatte der martialische Auftritt des neuen Ventrue Kris Wolf dies ausgelöst? Beinahe schon tragisch war, dass wieder niemand Notiz davon nahm, wie sehr sich Carlos im Griff hatte und dass er sich schon wieder gesellschaftsverträglich benahm – hier dankt einem eben niemand etwas, nur Fehler werden gern gesehen. Der Abend endete schließlich, wie er begann: Steif, geqüalt, übertrieben korrekt und für die Gäste sterbenslangweilig. Aber können sie sich beschweren? Wer geht schon freiwillig auf einen Tremere-Abend und will unterhalten werden?</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2017/04/man-wage-sich-einmal-vorzustellen/">Man wage sich einmal vorzustellen…</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Die Formel zum Glück</title>
		<link>https://urbs-jovis.de/2017/03/die-formel-zum-glueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[julianb]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2017 12:14:31 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="lead-sm" style="margin-bottom:40px;">
<strong><br />
Vampire Live und Pen &#038; Paper, wo sind hier die Parallelen? Wie lässt sich der Charakterbogen in ein real bespieltes Konzept übersetzen, was bedeuten die Punkte eigentlich noch und brauche ich sie überhaupt? Ein Ausflug in die Untiefen der Charakterkonzepte, verbreiteter Irrtümer und ein wenig Mathematik.<br />
</strong>
</p>
<p>Jeder kennt ihn irgendwoher und jeder mag ihn mehr oder weniger gern: Den Charakterbogen. Ein Monster aus Kästchen, Kullern™, Attributen, Disziplinen, Hintergründen, Vor- und Nachteilen und noch so vielem mehr. Die Erstellung eines Pen &#038; Paper Charakters für eine klassische Vampire Masquerade Runde gleicht oft einem Bingo-Spielzettel, Haken hier, Kästchen dort und vielleicht bekommt man ja mit seinen Freebies den einen entscheidenden Vorteil der beim Würfeln in einer verzwickten Lage über Sieg oder Niederlage entscheidet. Soweit so gut. Aber das ist Pen &#038; Paper und was ist jetzt mit Vampire LIVE?
</p>
<p>
Tja, da sieht die Sache schon einmal von der Grundvoraussetzung etwas anders aus: Kein Tisch, an dem alle sitzen und bei Kerzenschein Rotwein trinken, keine 10-seitigen Würfel, die bei jeder Aktion geworfen werden müssen, kein Spielleiter, der einen durch das Spiel führt. Irgendwie ist alles anders. Wir treffen uns in Person, verkleidet und spielen die Aktionen gegeneinander direkt aus. Wir würfeln nicht, sondern agieren nach der „Rule of Cool“. Wir rechnen auch keine Punkte zusammen, bevor wir uns auf die Nase hauen und die Frage nach der Generation des Anderen wird bei einem Dominate auch eher mit Mordgedanken des Betroffenen quittiert, als mit einem förderlichen Spielimpuls.
</p>
<p>
Wir benötigen also keine Punkte. Wir benötigen ja auch keine Würfel und wir haben auch im Spiel nicht alle unseren Charakterzettel in der Hosentasche stecken, gehen bei spontanen Aktionen kurz OT, holen den Taschenrechner raus und prüfen ob Vortrag und Einschüchtern gerade gegen die Sieben genug Erfolge gibt, um die Diskussion zu gewinnen. Wir spielen, um spontan zu sein. LARP wird so häufig als IMPROVISATIONStheater bezeichnet, doch irgendwie gehen P’n’P-Prinzipien und Improvisation sowie Spontanität leider selten zusammen.
</p>
<p>
Aber wozu haben wir denn dann die Charakterbögen? Warum hat die Spielleitung diese ollen Formeln? Nun, die dienen uns als grundlegendes Korsett. Würden wir Punkte generell abschaffen, dann könnte ja jeder bei der Charaktererstellen mal eben, weil geil, Kains Powerniveau kopieren und einfügen. Wir brauchen aber ein Machtgefälle, wir brauchen eine faire Verteilung und wir wollen unseren heiligen Ansatz des Low-Power auch unbedingt einhalten. Die Punkte dienen der Orientierung, sie dienen dazu, den eigenen Charakter in einem einfachen 1-5 Punkte-Korridor entsprechend zu verorten. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
</p>
<p>
An einem Spielabend prüft niemand nach, ob du gerade noch genug Willpower hast, um der Raserei zu wiederstehen – warum auch? Es juckt uns nicht. Wir wollen, dass du spielst und zwar frei nach Schnauze. Wir wollen, dass du auf Impulse eingehst und selbst welche setzt, aber eben immer im Rahmen der logischen Möglichkeiten deines Charakters. Bill <a href="https://urbs-jovis.de/clane/brujah/" title="Clan: Brujah" target="_self" rel="follow">Brujah</a> mit seinen 10 Jahren kann eben leider noch nicht so viel reißen wie Gustav <a href="https://urbs-jovis.de/clane/gangrel/" title="Clan: Gangrel" target="_self" rel="follow">Gangrel</a> mit seinen 120 Jahren.
</p>
<p></p>
<p>
Gut, ich habe ja eingangs mit ein wenig Mathematik gedroht und meine Drohung halte ich natürlich stets ein. Keine Sorge, es geht nur um ein paar einfache Kurven. Im Vampire Live kursiert nämlich fast überall eine Formel, die grundlegend falsch ist. Eine Formel, die über die Punkte eines Charakters und deren Auswirkungen auf das direkte Charakterspiel bestimmt. Diese Formel ist denkbar einfach und unsagbar falsch! Sie lautet wie folgt:
</p>
<blockquote><p>Anzahl Punkte = Höhe der Spielqualität</p></blockquote>
<p>
Wuah. Allein beim Ausschreiben schüttelt es mich gelinde. Warum ärgert mich denn diese Formel so? Nun das ist einfach:
</p>
<p>
Die Punkte bedeuten NICHTS für deine Spielqualität. Wie in einem der oberen Absätze bereits geschrieben, bedeuten mehr Punkte im Pen &#038; Paper auch mehr Chancen zum Erfolg, sie bedeuten mehr „Krassheit“ des Charakters, mehr Möglichkeiten. Aber im Live ist dies einfach nicht der Fall. Denn hier geht es nur um die Spielqualität – und zwar nicht die deines Charakterblattes, sondern deine eigene, die von dir als Spieler. Du bist der limitierende Faktor im Spiel, nicht die Punkte und auch nicht Fähigkeiten und Fertigkeiten. Du ganz allein.
</p>
<p>
Im Vampire Live geht es um die Tiefe der Charaktere, das Spiel „miteinander gegeneinander“. Es geht darum zu leiden, seine Psyche anzukratzen, zu fallen und wieder aufzustehen, zu beißen und die Wunden zu lecken, Politik zu machen und Stuhlbeine zu sägen. Es geht um Aktion und Reaktion und nicht um Würfelwurf und Anzahl Erfolge.
</p>
<p>
Ich gehe sogar noch einen Punkt weiter und sage, die Formel sollte exakt andersherum lauten, nämlich:
</p>
<blockquote><p>Höhe der Spielqualität = Anzahl Punkte</p></blockquote>
<p>
Verrückt! Denn die Idee dahinter ist doch logisch: Bist du ein guter Spieler, überzeugst durch Spielqualität, Leistung und Impulse, die der gesamten Runde etwas bringen, dann lohnt es sich auch, dir mehr „Punkte“ zu geben, sprich, dein Korsett etwas lockerer zu schnüren. Dann bekommst du eben mehr Disziplinspunkte oder eine clansfremde Disziplin. Dann darfst du eben mal auf eine 5er-Stufe hoch, eben, weil du gezeigt hast, dass du mit diesen Werkzeugen umgehen kannst und sie dafür nutzt, wofür sie im Live da sind: Dir und anderen Spiel zu bereiten. Und das liegt an dir, ganz allein an dir und nicht an den Anzahl Kullern auf einem Stück Papier.
</p>
<p>
Unsere „<strong>Rule of Cool</strong>“ gibt es nur aus einem einzigen Grund: Jeder einzelne in der Runde soll Spaß und Genuss am Spiel der anderen haben. Aktion und Reaktion. Gewinnen und verlieren (wollen). Wir haben keine Erfahrungspunkte, wir spielen nicht mit Formeln und wir würfeln auch nicht im Infight. Wir spielen live, spontan, improvisiert. Es geht um dich und mich. Du willst mit mir Spaß haben und ich will nicht dein Soak-Level berücksichtigen (das klingt jetzt versauter als es gemeint ist…).
</p>
<p></p>
<p>
Das war’s, ich hoffe, der Beitrag beleuchtet ein wenig, warum Punkte im Live nicht so wichtig sind. Wozu sie dienen und worum es bei Urbs Jovis geht: Hochqualitatives Rollenspiel miteinander, füreinander. Vergesst die Kuller, vergesst die Formeln, vergesst die ganzen großen Regelwerke. Macht es euch einfach und benutzt das Setting nur als das was es ist: Der grobe Rahmen in welchem wir uns frei bewegen möchten. Ich persönlich habe einen Charakter über drei Jahre jeden Monat gespielt und habe mit ihm exakt vier Mal Disziplinen angewendet, auf seinem Charakterbogen stehen heute noch nur Name und Clan.
</p>
<p>
Ich freue mich, dass ihr es bis hierhin geschafft habt. Ich freue mich auch über euren Input zu diesem Thema. Denkt mal drüber nach, lasst es sacken und dann lesen wir uns später :-)<br />
Jules</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2017/03/die-formel-zum-glueck/">Die Formel zum Glück</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Was ist das – Menschlichkeit?</title>
		<link>https://urbs-jovis.de/2016/11/menschlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[julianb]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2016 10:14:17 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschlichkeit ist im Vampire Live ein Maßstab dafür, wie &#8222;menschlich&#8220; sich ein Charakter verhält, also wie nah er am Idealbild eines braven, sozial gut funktionierenden und freundlichen Bürgers ist. Die Skala geht sowohl bei Menschen, als auch bei Vampiren dabei dieselben 10 Schritte, mit einem wesentlichen Unterschied. Menschen mit einem niedrigen Wert sind zwar mitunter grausame Psychopathen, aber können nach außen hin durchaus beherrscht, freundlich oder sogar charmant sein. Dies ist ja in vielen bekannten und leider realen Fällen so. Im Falle von Vampiren ist dies in unserer Spielwelt nicht so. Jeder Vampir hat eine innere Bestie, seinen raubtierhaften Instinkt, der nur eines will: Fressen. Die Bestie schert sich nicht um Regeln, Gesetze oder Konventionen, sie will nur fressen und überleben, ihren Instikten nachgehen. Je menschlicher ein Vampir ist, desto besser geht er vom Verhalten her noch als Mensch durch, aber ab einer bestimmten Stufe kann er seine Natur kaum noch verbergen und man macht einen großen Bogen um ihn.</p>
<p>Hier sind nun die Stufen:</p>
<h3 class="right-line">10-8 Menschlicher als der Durchschnitt</h3>
<h4>Stufe 10:</h4>
<p>Diesen Wert erreicht vielleicht ein Mensch aus 1 Million, für Vampire ist es unmöglich. Schon selbstsüchtige Gedanken sind hier eine Verletzung der eigenen Moral. Menschen können so existieren, Vampire nicht, wie auch, wenn man Blut trinkt. Ein Beispiel wäre Mutter Theresa, die ihr Leben komplett ihrem Glauben und der Barmherzigkeit widmete.</p>
<h4>Stufe 9:</h4>
<p>Auf dieser Stufe wären beispielsweise Mönche eines buddhistischen Klosters, die sich gerade so verzeihen können, auch einen Moment an sich und nicht nur an das Helfen zu denken. Auch diesen Wert wird kaum ein Vampir erreichen, selbst für Menschen stellt er die absolute Ausnahme dar.</p>
<h4>Stufe 8:</h4>
<p>Mahatma Ghandi oder Nelson Mandela wären gute Beispiele für diesen Wert. Selbstsüchtige Gedanken mögen in Ordnung sein, aber man verletzt niemals andere Personen, weder physisch noch psychisch und geht den Weg vollkommener Gewaltfreiheit. Vampire haben schon durch ihre Ernährung enorme Probleme, diesen Wert zu halten.</p>
<h3 class="right-line">7-6 Durchschnitt der Bevölkerung</h3>
<h4>Stufe 7:</h4>
<p>Der durchschnittliche, brave Bürger. Man stiehlt nicht, verletzt niemanden, bricht keine Gesetze, kann sich aber Selbstsucht und die ungewollte Beleidigung anderer Personen durchaus verzeihen. Für Vampire ist dies meist die höchste Stufe, die sie noch erreichen können.</p>
<h4>Stufe 6:</h4>
<p>Auf dieser Stufe wäre ein Kind im Slum anzusiedeln, das zwar Essen stiehlt, um zu überleben, aber es sich kaum verzeihen würde, jemanden unabsichtlich verletzt zu haben.</p>
<h3 class="right-line">5-4: Die dunkle Seite der Gesellschaft</h3>
<h4>Stufe 5:</h4>
<p>Zwielichtige Gestalten, die sich damit brüsten, wie viele Menschen sie schon verprügelt haben, wären auf dieser Stufe anzusetzen. Sie schlagen zu, haben aber immer noch einige Hemmunge, wie beispielsweise Mord. Vampire werden ab dieser Stufe kaum noch Tierblut zu sich nehmen, es wird nicht mehr schmecken.</p>
<h4>Stufe 4:</h4>
<p>Hier haben wir den klassischen Straßenschläger. Er ist brutal, rücksichtslos, und tritt auch mal zu fest zu, was ihm aber hinterher ein böses Erwachen beschert, da er Totschlag nicht verantworten kann. Vampire werden ab dieser Stufe von Menschen gemieden und haben Schwierigkeiten, positive Emotionen zu äußern.</p>
<h3 class="right-line">3-1: Psychopathen</h3>
<h4>Stufe 3:</h4>
<p>Hier kommt der, der sein Geld damit verdient das Gesetz zu brechen. Alles außer direkt geplantem Mord ist für ihn Alltag. Vampire fangen ab dieser Stufe an, immer häufiger Menschen beim Trinken zu töten, Zurückhaltung ist nichts mehr für sie und sie neigen zu Gewaltausbrüchen und häufigeren Rasereien.</p>
<h4>Stufe 2:</h4>
<p>Der Auftragsmörder aus dem Film: Er tötet für Geld jeden, außer vielleicht kleinen Kindern. Er würde wohl aber niemanden töten, für den er nicht bezahlt wurde, was hat er denn davon? Vampire sind hier nur noch eben kontrollierte Bestien, jeder Mensch nimmt sie als das wahr, was sie sind und sie müssen die Gesellschaft komplett meiden. Kinder und Tiere fliehen in Panik vor dem Vampir.</p>
<h4>Stufe 1:</h4>
<p>Der Psychopath. Er tötet zum Spaß. Hannibal Lecter wäre ein gutes Beispiel. Der Vampir kontrolliert sich hier höchstens noch in Ausnahmefällen, er sieht aus wie eine wandelnde Leiche und er verdreht jede Emotion in perverse Zerrbilder. Selbst andere Vampire wenden sich von dieser tickenden Zeitbombe ab und er wird oft vorsorglich aus dem Verkehr gezogen, beispielsweise durch Starre.</p>
<h4>Stufe 0:</h4>
<p>Von Menschen nicht erreichbar, von Vampiren schon. Die lassen sich dann in drei Worten beschreiben: Jagen. Töten. Wiederholen. Etwas anderes kennt das Raubtier dann nicht, jeder Wille, Charakterzug oder Rest von Individualität ist für immer unumkehrbar verschwunden. Vampire auf dieser Stufe sind automatisch blutgejagt, denn sie sind eine gewaltige Gefahr der <a href="http://urbs-jovis.de/2016/03/die-maskerade/" title="Die Maskerade" target="_self" rel="follow">Maskerade</a>. Kaum ein Vampir wird länger als ein paar Nächte in diesem Zustand überleben.</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2016/11/menschlichkeit/">Was ist das – Menschlichkeit?</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gefallen und Schulden – Eine neue Währung</title>
		<link>https://urbs-jovis.de/2016/10/gefallen-und-schulden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[julianb]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2016 08:56:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Stellt euch vor, ihr könntet jeden in eurer Umgebung mit euren bloßen Gedanken beeinflussen und ihn dazu bringen euch sein gesamtes Vermögen ohne zu Zögern zu überstellen. Stellt euch vor, ihr müsstet euch kein Auto&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="lead-sm" style="margin-bottom:40px;">
	<strong><br />
		Stellt euch vor, ihr könntet jeden in eurer Umgebung mit euren bloßen Gedanken beeinflussen und ihn dazu bringen euch sein gesamtes Vermögen ohne zu Zögern zu überstellen. Stellt euch vor, ihr müsstet euch kein Auto mehr kaufen, ihr nehmt es euch einfach. Wie viel Wert hätten dann Geld und Gegenstände noch für euch? Genau, gar keinen! Und nun stellt euch eine Gesellschaft von Wesen vor, denen es allen so geht!<br />
	</strong>
</p>
<p>
Die Gesellschaft der Vampire ist uralt. Jahrtausende überdauert sie bereits und hat dabei so einiges miterlebt. Geschichte, Politik und Kriege, aber auch die unterschiedlichsten Formen von Handel, Gütern und der Auffassung von Wohlstand und Sicherheit.
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	Ein Vampir schert sich nicht sonderlich um die Handelsgüter der Menschen. Braucht er sie, dann nimmt er sie sich. Dazu haben diese Wesen vielerlei Mittel und Wege den Geist zu manipulieren, romantische Gefühle auszulösen, Gewalt auszuüben oder schlichtweg ungesehen in den Banktresor zu schlüpfen und sich zu bedienen. Ressourcen-SB, wenn man so mag. Die Welt ist voll mit Geld und Wertsachen, allein in der Eurozone haben wir ein Bargeldumlauf von über 1 Billion (1000 Milliarden) Euro. Für einen Vampir ist es ein leichtes sich das benötigte Bargeld hiervon abzuzweigen. Es bedarf ein wenig Geschick und einer soliden Strategie, aber wenn man es nur wirklich will, dann bekommt man es auch.
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	Diese Medaille hat jedoch zwei Seiten. Auf der einen Seite bedeutet dies in der Theorie, dass jeder Vampir, sofern er denn schlau genug ist, nach menschlichen Maßstäben, stinkreich werden kann. Dies bringt uns zur anderen Seite: Wenn es mir genauso leicht fällt, eine bestimmte Summe an Geld zu beschaffen wie dir und es nahezu keinen Aufwand von eigenen Ressourcen benötigt, womit handeln dann Vampire untereinander? Menschliche Güter und Währungen haben ja keinen wirklichen Wert mehr.
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	Ein wirklich reicher Vampir besitzt also nicht zwangsläufig Wertsachen und Geld en masse. Nein, er besitzt etwas viel Wertvolleres. Etwas, dem Zeit und Kursschwankungen nichts anhaben können: Er besitzt die anderen Vampire.
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	Die Währung, von der wir im Vampire Live sprechen heißt „Gefallen und Schulden“. Das Prinzip ist hierbei ein ganz einfaches. Willst du etwas von mir, dann erwarte ich eine Gegenleistung. Einfacher, primitiver Handel. Doch anstatt, dass Geld den Besitzer für Ware wechselt, verschuldest du dich bei mir zu einem gewissen Grad. Habe ich nun später einmal Bedarf an einer Gegenleistung, dann löse ich diese Schuld bei dir ein und die Ehre und Gesellschaft verpflichtet dich dazu, in einem angemessenen Rahmen, meiner Forderung nachzukommen. Dies befreit dich nun von deiner Schuld und wir sind quitt. Wir gehen also bis zur Erfüllung der Schuld eine klassische Schuldner-Gläubiger-Beziehung ein, wie man sie in jedem BWL-Handbuch findet.
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	Natürlich ist eine Schuld oder ein Gefallen keine Generalvollmacht. Habe ich dich gebeten, für meine nächste Einladung 10 Liter Blut zu besorgen, dann wirst du für den Gefallen, den ich dir dafür gegeben habe nicht von mir verlangen können, dass ich losziehe, um einen uralten Ahnen zu töten. Es gibt eine weitläufig bekannte Skala an denen sich Wert und Gegenwert einer Schuld messen lassen. Natürlich gibt es auch hier einen gewissen Spielraum, welcher Verhandlungsgeschick und Wortgewandtheit des Gläubigers obliegt.
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Aber kommen wir einmal zu diesen Kategorien und was sie ungefähr an Gegenleistungen abdecken:
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<h4>Die kleine Gefälligkeit</h4>
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		Eine kleine Gefälligkeit ist, wie der Name schon sagt, eine Gegenleistung für eine einfache Dienstleistung oder eine simplere Aufgabe. Sie wird quasi als Handgeld benutzt und ist die am häufigsten genutzte Gegenleistung. Jedoch wird auch sie nur dann ausgesprochen, wenn der Vampir die geforderte Leistung derzeit nicht selbst erledigen kann.
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<h4>Der mittlere Gefallen</h4>
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		Ein mittlerer Gefallen entspricht in etwa drei kleineren Gefälligkeiten. Sein Wert entspricht einer Leistung, die der einfordernde Vampir unter keinen Umständen selbst erledigen kann. Sie darf keine Gefahr an Leib und Leben beinhalten, den Schuldner jedoch durchaus in unangenehme und sozial kritische Situationen bringen.
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<h4>Der große Gefallen</h4>
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		Hier wird es heikel. Der große Gefallen birgt eine immense Gefahr für den Schuldner. Ein Gläubiger kann hiermit beispielsweise Leibwache in einer gefährlichen Situation einfordern. Sie beinhaltet durchaus das Risiko des ersten Blutes (starke Verletzung), je nach Verhandlungsgeschick auch des zweiten (Starre). Jedoch wird sich ein Vampir auch als Gegenleistung für einen großen Gefallen niemals in akute Lebensgefahr bringen.
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	Auch können bestimmte Handlungen im Spiel dazu führen, dass man automatisch ein Schuldverhältnis eingeht. In diesen sehr seltenen Fällen kann eine Blut- oder Lebensschuld ausgesprochen werden. Diese Arten von Schulden werden <strong>niemals freiwillig</strong> angeboten, sie bedeuten nahezu lebenslange Knechtschaft und rauben einem Vampir im schlimmsten Falle seine hochgeliebte Freiheit. Zu beiden Schulden zitiere ich einmal das Buch der Gesellschaft:
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<h4>Die Blutschuld</h4>
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	Die Blutschuld wird eingegangen, wenn X den Y vor einer Starre bewahrt oder aus einer solchen aufweckt, ihn in einer Situation ernährt, die andernfalls zu Starre oder Vernichtung geführt hätte oder sein eigenes oder das Blut eines Dritten für Y vergießt. Es gibt zwei Wege eine Blutschuld zurückzuzahlen: Einen Schritt eines Blutsbandes zum Gläubiger einzugehen oder eine der oben genannten Dinge für ihn zu tun.
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<h4>Die Lebensschuld</h4>
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		Die Lebensschuld wird eingegangen, wenn X dem Y das Leben gerettet hat oder ihn bewusst verschonte, obwohl er legal die Gelegenheit hatte, ihn zu vernichten. Die Lebensschuld gilt nur dann als abgegolten, wenn der Schuldner dem Gläubiger selbst einmal das Leben rettet.
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	Ihr habt mit Sicherheit schon gemerkt, dass dieses System viele kleine Hebel und Hintertürchen hat, welche aus dem einfachen „Ware gegen Ware“-Paradigma eine komplexe Handelsmatrix macht. Um diesem System jetzt noch etwas mehr Pfeffer zu geben, kommen wir einmal zu den Einflüssen des gesellschaftlichen Standes auf den Wert eines Gefallens.
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	Die Frage, die wir uns stellen müssen ist: Ist eine kleine Gefälligkeit, ausgelobt von einem Ahnen gleichviel wert wie eine kleine Gefälligkeit von dem Neonaten Torsten Toreador? Und die Antwort hat natürlich viel mehr Facetten, als es auf den ersten Blick scheint.
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	Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Nein! Eine kleine Gefälligkeit von einem hunderte Jahre alten Wesen, dass Einfluss und Macht besitzt ist ein vielfaches mehr wert als eine kleine Gefälligkeit von einem 40 Jahre alten Neonaten, der mit dir auf Augenhöhe steht. Dasselbe gilt natürlich auch etwas abgeschwächt für Ancillae. So kann man für eine kleine Gefälligkeit eines Ahnen im Tauschgeschäft durchaus auch einmal eine mittlere Gefälligkeit eines Neonaten loswerden. Aber zum Thema „Handeln mit Gefallen“ kommen wir noch.
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	Gefallen und Schulden die ihr von einem Alten, egal ob Ahn oder Ancilla, erhalten habt sind also mehr wert, als die eines Neonaten oder gar Kindes. Doch sind sie auch viel gefährlicher für euch. Denn erst einmal müsst ihr euch überlegen: Was fordere ich von einem so alten, gefährlichen und mächtigen Wesen? Was ist angebracht? Was ist eventuell beleidigend und kann mich meinen Kopf kosten? Und dann müsst ihr auch noch zusätzlich bedenken: Wenn ihr einen Alten erst einmal in eurem Auftrag losgeschickt habt, was passiert danach? Ihr habt euer mächtigstes Pfand aus der Hand gegeben, plötzlich seid ihr im schlimmsten Falle nicht mehr wertvoller, als der unbekannte Neonat X neben euch.
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	Die Wahrheit ist, Gefallen und Schulden von Alten sind ein teures, gerne gesehenes Handelsmittel. Doch werden sie nur selten wirklich eingelöst. Doch allein die Illusion der Macht über ein Wesen, so unbegreiflich wie die Alten, reicht den meisten Neonaten aus, um Sinn und Verstand auszuschalten und sich in Bieterkämpfen einen nach dem anderen zu übertrumpfen.
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	<strong>Doch eines sei hier noch einmal ausdrücklich gesagt:</strong> Kein, wirklich a-b-s-o-l-u-t kein Vampir verschuldet sich gern. Sich in ein Schuldverhältnis zu begeben, bedeutet seine Freiheit aufzugeben, sich gegebenenfalls in Gefahr zu bringen und seinen Kopf für die Probleme anderer hinzuhalten. Wenn ihr im Spiel um eine Schuld herumkommen könnt, dann wird euer Charakter alles daran legen sich nicht zu verkaufen!
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	Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass jeder Vampir sich alle zehn Finger nach den Gefallen eines anderen, nein, jedes anderen leckt. Umso mehr Gefallen von anderen du auf der Haben-Seite hast, umso reicher bist du nach den Maßstäben der vampirischen Gesellschaft. Und dies bringt mich auch gleich zum nächsten wichtigen Punkt – und ab hier wird es ein wenig komplizierter. Daher werden wir uns demnächst in einem gesonderten Post über das Thema: „<strong>Der Handel mit Gefallen und Schulden</strong>“ beschäftigen.
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	Bis dahin, danke für&#8217;s Durchlesen und viel Spaß beim Anwenden!</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2016/10/gefallen-und-schulden/">Gefallen und Schulden – Eine neue Währung</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Was sind Blutsbänder?</title>
		<link>https://urbs-jovis.de/2016/08/blutsbaender/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[julianb]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2016 09:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Blutsband]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Blut ist das, was einen Vampir zu dem macht, was er ist: unheimlich, unsterblich, untot. Aber es kann weit mehr, als eine Leiche dazu zu bringen, sich weiterhin zu bewegen. Die wohl mächtigste Waffe,&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>
Das Blut ist das, was einen Vampir zu dem macht, was er ist: unheimlich, unsterblich, untot. Aber es kann weit mehr, als eine Leiche dazu zu bringen, sich weiterhin zu bewegen. Die wohl mächtigste Waffe, die jeder Vampir in seinem Arsenal hat, ist das Blutsband und sie ist zugleich ein zweischneidiges Schwert.
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Ein Blutsband entsteht, wenn jemand vom Blut eines Vampirs trinkt – egal ob es sich beim Trinker um einen Menschen, Ghul, Tier oder Vampir handelt. Auch ist egal, wie mächtig ein Vampir ist, jedes Vampirblut kann andere binden: Es ist die einzige Schwachstelle von Ahnen, die auch Neonaten ausnutzen können! Ein Ahn, der vom Blut eines gerade geschaffenen Vampirs trinkt, wird ebenso gebunden, wie jeder andere Vampir auch, es gibt keinen Schutz dagegen.
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	Ebenfalls unwichtig ist, wieviel man trinkt: Ob ein einziger Tropfen oder ganze Liter, gebunden ist man so oder so. Jede Nacht, in der man von einem Vampir trinkt, verstärkt das Band um eine Stufe, insgesamt gibt es drei Stufen, wobei man niemals mehr als ein Band der dritten Stufe als Opfer besitzen kann. Als Herr kann man so viele Wesen binden, wie man wünscht.<br />
Auf der ersten Stufe fühlt das Opfer nur eine gewisse Sympathie und Freundschaft zu dem betreffenden Vampir. Zu einem Feind würde man dabei nur &#8222;neutral&#8220; werden, zu einem ohnehin befreundeten Vampir vertieft sich die Freundschaft.
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	Auf der zweiten Stufe sieht das Opfer, unabhängig vom bisherigen Verhältnis, den jeweiligen Vampir als einen der besten Freunde und engsten Verbündeten überhaupt an. Das Opfer würde nur im Ausnahmefall gegen die Interessen des Anderen handeln, ihn aber niemals angreifen oder körperlich gefährden. Könntet Ihr euren besten Freund mutwillig verletzen? Ihm absichtlich schaden? Nein, man nimmt eine Menge Risiken für diese Person auf sich.
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	Auf der dritten Stufe ist das Opfer vollständig gebunden, es gibt absolut nichts, was es nicht für den Vampir tun würde. Man verstößt gegen die ureigenen Grundsätze, bricht das Gesetz, schützt den Vampir unter allen Umständen mit seinem Leben, würde für ihn töten und auch sterben. Ein voll gebundenes Opfer würde seine Familie verraten oder sich direkt von einem Hochhaus stürzen, wenn der Vampir es fordert.
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	Hier beginnen aber die Probleme eines Blutsbandes zu greifen, die dabei auf den Vampir zukommen. Ein Blutsband ist eine pervertierte Form der Liebe, eine unfassbar starke Obsession. Wie ein Opfer darauf reagiert, hängt von der eigenen Psyche ab, das kann auch zu Problemen für den Vampir führen. Ist es ein besonders fürsorgliches Opfer, so könnte es versuchen, den Vampir zu seinem eigenen Schutz in einer gesicherten Wohnung festzuhalten. Möglicherweise sogar gepfählt, immerhin ist es draußen unfassbar gefährlich! Eifersüchtige Opfer werden möglicherweise aggressiv und gewalttätig, wenn sich jemand anderes nur mit dem Vampir unterhält. Auch andere Verhaltensweisen wären denkbar: Vom Versuch, jede Sekunde an der Seite des Meisters zu verbringen, über schwere Fälle von Stalking, bis hin zu vorauseilendem Gehorsam á la &#8222;Der Typ da ist doch dein Fall, da hab ich ihn einfach mal im Club für dich bewusstlos geschlagen und vorbeigebracht. Die Nachbarn haben echt komisch geguckt, aber schau mal, wie gut der aussieht! Bist du jetzt stolz auf mich?&#8220;. Was für Probleme das Blutsband auch für den Herren mit sich bringen klar, wird hoffentlich deutlich.
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	Kein Vampir würde sich je absichtlich vollständig binden lassen, deswegen ist man irrsinnig vorsichtig, wenn es darum geht, das Blut anderer Vampire zu trinken, da jeder weiß, dass man den eigenen freien Willen schon beim ersten Schluck verliert. Aber man nutzt es auch nicht als alltägliches Instrument gegen andere, denn neben den anderen Problemen kann das Opfer natürlich auch süchtig nach dem Blut werden, besonders, wenn es sich um mächtiges Blut handelt. Nicht wenige Vampire wurden im Laufe der Zeit Opfer ihrer eigenen Untergebenen, weil diese sich beim Trinken schlichtweg nicht mehr beherrschen konnten. Für alle Vampire ist also allergrößte Vorsicht geboten, wenn es darum geht, Blut anderer Vampire zu trinken, oder sie trinken zu lassen. (tn)</p><p>The post <a href="https://urbs-jovis.de/2016/08/blutsbaender/">Was sind Blutsbänder?</a> first appeared on <a href="https://urbs-jovis.de">Urbs Jovis</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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